Buch II - Gordana

 

Taschenbuch ISBN: 9783741883477

 E-Book  ISBN: 978-3-7418-8507-5

 

Textauszug / Leseprobe

 

Kapitel 1

 

Freitag – 30ter Oktober - Gordana

 

Die Nachrichten verfolgend, die im Stundentakt von den erschreckenden Geschehnissen im zerfallenden Jugoslawien berichteten, fühlte Gordana eine stetig wachsende Furcht. Und so lief sie wie ein gefangenes Tier im Haus herum, nicht fähig, auch nur zwei Minuten irgendwo ruhig stehen oder sitzen zu bleiben.

Zwei Stunden war es nun her, da hatte sich ihr Onkel Martonek telefonisch bei ihr gemeldet. Verfolgt durch feindliche Kämpfer war er mit seinen Männern tagelang in den Bergen unterwegs gewesen und dann irgendwie – vermutlich bei Nacht und Nebel – ins Zentrum von Zenica gelangt, wo sie von Gleichgesinnten versteckt wurden. Von dort aus sollte er mit seinen Leuten weiter marschieren, um gefangen genommene Kameraden aus einem Lager in irgendeinem der umliegenden Dörfer zu befreien. Viel Zeit war ihm für den privaten Anruf nicht geblieben, stellte sie schaudernd für sich fest, derweil sie sich ein Glas mit Wasser füllte, um es sogleich hinunter zu stürzen. Er hatte bloß seinen Aufenthaltsort genannt und seinen Auftrag kurz umrissen, bevor die Verbindung so schlecht geworden war, dass sie nur noch Bruchstücke seiner Rede verstehen konnte. Am Ende hatte er „...Jelena und die Kinder nach Sarajevo, zur Familie von meinem Freund Gregor gegangen…“,  und: „...nicht genug Geld für ein Flugticket...“, in den Hörer gebrüllt, bevor aus dem Hintergrund Geschützfeuer und Geschrei seine Stimme übertönt hatten. Danach war die Verbindung abrupt abgebrochen. Also hatte sie den Fernseher eingeschaltet, um die Nachrichten zu sehen. Dabei hatte sie dann auch erfahren, dass sowohl im Stadtzentrum als auch am Flughafen von Sarajevo geschossen wurden, was zur Folge hatte, dass man alle Flüge dorthin umleitete, oder ganz strich, und die in Sarajevo am Boden befindlichen Flieger gar nicht erst starten ließ. In der letzten Meldung hieß es dann, der Flughafen sei wieder geöffnet – auch für den Zivilverkehr. Aber wie lange dies anhalten würde, das konnte niemand mit Sicherheit sagen.

Als hätte man sie aus heiterem Himmel auf der Stelle festgenagelt, blieb Gordana mitten in ihrem Wohnzimmer stehen. Sie wollte nicht länger tatenlos herumsitzen, entschied sie. Martonek hatte schließlich nicht nur angerufen, um mit ihr zu plaudern. Vielmehr sah es für sie so aus, als habe er sie um Hilfe bitten wollen, dies jedoch nicht mehr geschafft, weil die Telefonverbindung unterbrochen worden war!

Für einen kurzen Moment dachte Gordana daran, ihren Mann zu bitten, dass er sie begleitete. Doch dann entschied sie sich dagegen, weil sie wusste, dass Julian gerade alle Hände voll damit zu tun hatte, die geschäftlichen Dinge so vorzubereiten, dass er nach dem Wochenende beruhigt seinen Urlaub antreten konnte. Nein, es war wirklich nicht nötig, dass er mitfuhr, redete sie sich ein. Wenn nämlich alles so verlief, wie sie sich das vorstellte, dann würde sie ohnehin am Sonntagabend wieder zu Hause sein.

 

Julian hatte kaum die Haustür hinter sich geschlossen, da wurde ihm von Gordana mitgeteilt, dass sie nach Bosnien reisen wolle, um die Frau und die Kinder ihres Onkels zu holen. Daraufhin entstand eine ernste Diskussion, die immer lauter wurde, je nachdrücklicher beide ihren Standpunkt vertraten.

„Wenn du das wirklich tust, werde ich ... Dann ... Dann wirst du auch die Konsequenzen dafür tragen müssen!“ Der groß gewachsene Mann war mittlerweile völlig außer sich, denn die Angst um die Liebe seines Lebens und die Mutter seiner Kinder ließ ihn kaum noch klar denken. „Du hast offenbar vergessen, dass du eine Familie hast, die dich braucht – und zwar hier! Nichts, aber auch absolut gar nichts kann mich davon überzeugen, dass dein Vorhaben wirklich nötig ist!“

In Gordanas Augen glomm der Ärger, während sich ihr sonst sinnlich wirkender Mund zu einem schmalen weißen Strich zusammen presste. Sie hatte sich auf eine unerfreuliche Auseinandersetzung eingestellt, erinnerte sie sich. Dass er aber so uneinsichtig reagieren würde, das hatte sie nicht erwartet.

„Nun komm mal wieder runter!“ Sie bemühte sich um eine beherrschte Stimme. „Was ist denn so schlimm an meiner Absicht? Du weißt doch, dass Jelena von sich aus nie um Hilfe bitten würde. Ich könnte ...“

„Was?“, unterbrach Julian angriffslustig. „Was könntest du schon ausrichten? Du bist dir ja noch nicht einmal sicher, ob sie überhaupt da ist, wo sie angeblich hin wollte!“ Bevor man ihn unterbrechen konnte, redete er schnell weiter: „Vielleicht ist sie mit den Kindern längst über alle Berge und hat sich nur nicht gemeldet, weil kein Telefon verfügbar war! Willst du wirklich dein eigenes Leben riskieren, um ein paar Menschen in einem Land zu suchen, welches durch einen der blutigsten Bürgerkriege dieses Jahrhunderts beherrscht wird? Bist du bekloppt oder was? Oder bist du wirklich so naiv, zu glauben, dass dir, als einer hoch noblen Samariterin nichts geschehen kann? Dass man dich nicht antasten wird, nur weil du einen deutschen Pass bei dir hast? Oder dass man dich mit einem roten Teppich empfangen wird, weil du ja schließlich ein löbliches Anliegen hast?“

„Sprich nicht in diesem Ton mit mir“, verlangte Gordana. „Ich bin schon lange erwachsen und muss mich von dir nicht wie ein unmündiges Kind behandeln lassen!“ Er konnte einfach nicht damit aufhören, grollte sie innerlich. Obwohl er genau wusste, wie verhasst es ihr war, wenn er sie so von oben herab belehrte! Selbst nach über zwanzig Jahren Ehe meinte er immer noch den Teenager vor sich zu haben, den er hatte heiraten müssen, weil er Vaterfreuden entgegen sah, und den es danach noch zu formen und im eigenen Sinne zu erziehen galt! … Nein, berichtigte sie sich gleich darauf selbst. Er hatte es nicht gemusst. Es war auf beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick und praktisch schon vom ersten Aufeinandertreffen an unabwendbar gewesen, dass sie ein Paar wurden. Im Grunde hätte ohnehin keiner von ihnen ohne den anderen leben können, denn sie waren im wahrsten Sinne des Wortes füreinander bestimmt. Doch dass hieß noch lange nicht, dass nicht jeder von ihnen eine eigene und ganz persönliche Meinung zu bestimmten Dingen haben durfte. Bisher war es auch immer so gewesen, dass man die Ansichten des anderen akzeptierte – oder doch zumindest tolerierte. Aber jetzt sah es so aus, als ob sie zum ersten Mal an einem Punkt angelangt wären, an dem es keinen Kompromiss zu geben schien. Sie war nicht bereit, ihren Wunsch aufzugeben! Und er zeigte sich ungewöhnlich hartnäckig, obwohl er ihr doch sonst jeden Wunsch an den Augen ablas, um diesen dann beinahe umgehend zu erfüllen.

Julian atmete einmal tief durch, um sich dadurch ein wenig zu beruhigen. Sie war unmöglich, urteilte er im Stillen. Stur, eigensinnig, vollkommen unberechenbar – und wunderschön in ihrem selbstgerechten Eifer. Dennoch war er diesmal nicht bereit, nachzugeben! Auch wenn sie ganz genau wusste, wie sie ihn einwickeln konnte, würde sie diesmal keinen Erfolg haben! Vielleicht ... Ja! Sie würde sich garantiert anders besinnen. Sie musste! Wenn man sie nämlich vor die Wahl stellte, konnte sie nur eine Entscheidung fällen!

Der groß gewachsene Mann wäre nicht im Traum darauf verfallen, zu glauben, dass es irgendetwas geben könnte, was für seine Frau wichtiger war, als ihre Kinder. Selbst er schien stets an zweiter Stelle zu stehen, obwohl er eigentlich niemals Grund gehabt hatte sich über Vernachlässigung zu beklagen. Warum auch immer sie dieses hirnrissige Vorhaben geplant haben mochte – er würde sie davon abhalten!

„Ich meine es vollkommen ernst“, bekräftigte er nun. „Wenn du jetzt wirklich gehst, dann brauchst du nicht mehr zurückkommen. Entweder, du entscheidest dich für uns vier und bleibst bei uns. Oder du setzt deinen Kopf durch und versuchst eine Heldin zu werden.“ Genau das war es nämlich, stellte er im Stillen für sich fest. Offenbar war die Zeit wieder einmal reif für eine neue Herausforderung! „Du kannst nicht alles haben. Entweder Mann und Kinder, oder Abenteuer und Nervenkitzel. So ist nun mal das Leben, mein Schatz.“

Gordana wollte ihren Ohren nicht trauen. Er wagte es tatsächlich, dachte sie verblüfft. Er stellte sie vor die Wahl, obwohl er wusste, in welchen Gewissenskonflikt er sie damit stürzte? Wie barbarisch! Wie unmenschlich! Wie konnte er nur? Hatte er denn kein Herz im Leibe?

„Ich denke“, brachte sie endlich hervor, „unsere Kinder sind alt genug, um nicht unbedingt auf ihre Mutter angewiesen zu sein. Möglicherweise werden sie nicht gleich verstehen, was mich zu meinem Entschluss bewogen hat. Aber sie werden die kurze Zeit meiner Abwesenheit sicher verschmerzen. Immerhin bist du ja auch noch da, um ihnen beizustehen. Und ich ... Ich kann nicht anders. Du weißt ... Es ... Er kann selber nichts machen, weil er bei seiner Truppe bleiben muss. Aber ich ... Ich muss etwas tun!“ Sie meinte an dem riesigen Kloß ersticken zu müssen, der sich mit einem Mal in ihrer Kehle breitmachte. „Warum sonst hätte er mich inmitten eines feindlichen Angriffes angerufen.“ Ohne ein weiteres Wort wandte sie sich ab und verließ mit eiligen Schritten den Raum. Im Flur angekommen, stürmte sie sogleich die Treppe zum Obergeschoss hinauf. Sie wollte nicht nachdenken, nahm sie sich vor. Weder über Julian und sein Ultimatum, noch über sich selbst und die Richtigkeit ihrer Entscheidung. Wenn sie es nämlich tat, würde sie wahrscheinlich einen Rückzieher machen – und diesen dann für den Rest ihres Lebens bereuen!

Im Schlafzimmer angekommen, zurrte sich Gordana ihren Rucksack auf den Rücke und nahm dann die vorbereitete Reisetasche vom Bett. Pass, Scheckkarte und den Umschlag mit dem Bargeld hatte sie kurz vor Julians Heimkehr in der Gürteltasche verstaut, die jetzt noch im Rucksack lag, die sie sich aber später um die Taille befestigt wollte. Die nicht unerhebliche Summe hatte sie ursprünglich an Jelena überweisen wollen, dann aber doch liegen lassen, weil sie dem Postsystem im Krisengebiet nicht traute. Doch nun sollte das Geld seine Bestimmung erfüllen, dachte sie, indem sie sich auf den Weg zur Haustür machte.

Ungeachtet ihres Ehemannes, der mit verschränkten Armen im Durchgang zum Wohnzimmer stand und ihr offenbar noch etwas sagen wollte, stürmte Gordana aus dem Haus. Weder Julians besorgt klingender Ruf, noch sein anschließender Fluch konnten sie dazu bewegen, sich noch einmal herumzudrehen. Wie von Furien gehetzt rannte sie zum nächsten Taxistand, wo sie den Fond des erstbesten Wagens aufriss, um zuerst ihre Reisetasche und dann sich selbst auf die Rücksitzbank zu werfen.

„Zum Bahnhof“, verlangte sie atemlos.

„Ich dachte, es geht erst nächste Woche los“, wunderte sich der Fahrer. „Haben  Sie nicht gesagt, Sie würden erst Montag in Urlaub fah...“ Er brach mitten im Wort ab, als ihm die abweisende Miene seines Fahrgastes bewusst wurde. „Tschuldigung“, murmelte er beschämt. „Geht mich wirklich nichts an.“

Während der Taxifahrer startete, setzte sich Gordana mit zusammen gepressten Lippen zurecht. Sie kannte ihren Chauffeur gut, denn er war Stammkunde in Julians Getränke-Shop. Und normalerweise gab sie sich nie so unzugänglich. Aber heute hatte sie keine Lust auf einen lockeren Plausch, weil sie erstens viel zu angespannt und außerdem vollkommen durcheinander war. Wenn sie Glück hatte, überlegte sie, würde sie sofort – oder wenigstens so schnell wie möglich! – eine Zugverbindung nach Frankfurt bekommen. Und wenn sie weiterhin Glück hatte, würde sie vielleicht schon bald in einem Flugzeug sitzen, auf dem Weg in das Land, in welchem sie geboren war und wo sie die ersten Jahre ihres Lebens verbracht hatte. Für sie war es immer noch ein Land, auch wenn es mittlerweile in noch nicht offiziell anerkannte Einzelrepubliken unterteilt wurde!

 

Vier Stunden nach ihrem Aufbruch stand Gordana endlich am entsprechenden Abfertigungsschalter des Frankfurter Flughafens, ungeduldig darauf wartend, dass die Formalitäten beendet wurden.

„Sind Sie sicher, dass Sie da hinwollen?“ Der junge Mann hinter dem Schalter sah sein Gegenüber skeptisch an. „Nichts für ungut“, setzte er sofort nach, als er den finsteren Blick seiner Kundin bemerkte. „Aber wir sind dazu angehalten worden, unseren Fluggästen die Gefahr noch einmal deutlich zu machen. Außerdem besteht jederzeit die Möglichkeit, dass man uns die Landeerlaubnis verwehrt, was im Klartext bedeutet, dass Sie vielleicht gar nicht dort ankommen wo Sie eigentlich hinwollen.“

„Schon gut.“ Gordanas Auftreten wirkte überaus arrogant, resultierte jedoch allein aus der Unsicherheit heraus, die ihr Inneres beherrschte. Darum bemüht, niemanden merken zu lassen, dass sie im Grunde Angst vor der eigenen Courage hatte, spielte sie die Selbstsichere so gut, dass selbst Menschen, die sie gut kannten, in diesem Moment nicht an ihrer Stärke und Überlegenheit gezweifelt hätten. „Mir ist die momentan angespannte Lage durchaus bekannt. Trotzdem will ich das Ticket haben. Und außerdem möchte ich einen Fensterplatz.“

Der Angestellte der Fluggesellschaft hatte unwillkürlich den Kopf eingezogen, denn der plötzlich scharfe Ton seiner Kundin hatte ihn überrascht. Eigentlich hatte er sie als sehr höflich und überaus sympathisch eingestuft. Aber nun war er ein wenig irritiert, weil sie so ganz und gar nicht seinem Urteil zu entsprechen schien. Abgesehen von ihrer Unfreundlichkeit war sie jedoch eine äußerst faszinierende, sehr gepflegt wirkende Mittdreißigerin. Sie musste mindestens eins achtzig groß sein. Auch besaß sie eine Figur, die nichts zu wünschen übrig ließ – der grüne Pullover und die enge schwarze Jeans ließen wohlproportionierte Rundungen erkennen! Ihr Haar war so rot, wie das Laub herbstlich verfärbter Ahornbäumen. Zudem waren Strähnen hinein gearbeitet worden, die um einige Nuancen dunkler erschienen, was ihr besonders gut stand. Ja, sie gehörte unübersehbar zu den Frauen, die eine zeitlose und somit unvergänglich scheinende Schönheit besaßen. Ihr Mund schien allein zum Küssen geschaffen. Und die großen, von dichten langen Wimpern bekränzten braunen Augen schimmerten verführerisch – wobei in ihren unergründlichen Tiefen nun auch unübersehbare Ungeduld aufglomm.

Mit einem Mal hatte der junge Mann das Gefühl, sein Gegenüber wüsste genau, was in seinem Kopf vorging. Also wandte er sich schleunigst ab, um die Daten in seinen Computerterminal einzugeben. Während dann das Flugticket und die Bordkarte ausgedruckt wurden, hatte er ein wenig Zeit, um sich zu fangen, so dass er am Ende sogar ein ungezwungenes Lächeln zustande brachte.

„Bitte sehr“, sagte er mit belegter Stimme, indem er die Dokumente seiner Kundin entgegen hielt. „Check-in ist in zehn Minuten.“

Gordana war der bewundernde Blick nicht entgangen, der ihrer Erscheinung gegolten hatte. Und normalerweise wäre sie durchaus geschmeichelt gewesen, zumal ihr Gegenüber ein relativ junger Mann war – vermutlich nicht viel älter als fünfundzwanzig. Doch heute stand ihr der Sinn weder nach Komplimenten – egal ob laut ausgesprochen, oder anhand entsprechender Körpersprache deutlich gemacht! – noch nach zusätzlichen Belehrungen oder Warnungen, denn davon hatte sie bereits genug gehört. Also ließ sie bloß ein knapp bemessenes Kopfnicken sehen, derweil sie die Papiere an sich nahm. Mit ihren Gedanken bereits in einer völlig anderen Welt, eilte sie anschließend in die gewiesene Richtung.

 

Selbstverständlich wusste sie genau, worauf sie sich einließ, stellte sie im Stillen für sich fest, während sie die riesige Empfangshalle des Frankfurter Flughafens durchquerte. Schließlich war sie weder blind, noch taub, noch blöd. Und dass sie sich in höchste Gefahr begab, war ihr auch bewusst. Na ja, wenn sie ehrlich mit sich selbst war, dann wäre sie jetzt am liebsten umgekehrt, um sich in die Sicherheit von Julians Armen zu flüchten. Ja, sie hätte liebend gern Augen und Ohren zugekniffen und sich dabei einzureden versucht, dass es absolut unnötig war, den sicheren Alltag eines glücklichen Familienlebens hinter sich zu lassen, um in einem weit entfernten Land sein Leben aufs Spiel zu setzen. Andererseits konnte sie gar nicht anders! Da war ein Zwang zum Handeln in ihrem Inneren, der drängender war, als jedes andere Gefühl, das sie bisher verspürt hatte. Es ließ sich nicht ignorieren, geschweige denn bekämpfen! Ja, es kam ihr so vor, als hinge ihr eigenes Leben davon ab, dass sie gehorchte. Außerdem war sie wahrscheinlich die einzige, die noch irgendetwas ausrichten konnte!